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Formen der Weiterbildung

Der Begriff der Weiterbildung ist sehr weit zu fassen, zu verstehen ist darunter der Buchhaltungskurs für Fortgeschrittene ebenso wie ein Kurs zum Erlangen der Realschulreife oder eine Weiterbildung in Sachen Esoterik und Astrologie. Die möglichen Wissensgebiete einer Weiterbildung sind weit gestreut, es bietet sich daher an, die Formen der Weiterbildung anhand der (verallgemeinerten) Wissensgebiete einzuteilen.




Allgemeine Weiterbildung

Zur Allgemeinen Weiterbildung zählt man meist Weiterbildungen, die der Verbesserung der Allgemeinbildung dienen oder eher dem privaten Weiterbildungsbereich zuzuordnen sind. In diesem Bereich findet man sehr viele Angebote unterschiedlichster Anbieter, die für jeden Wissenskomplex passende Angebote bereithalten: Egal ob Lebensführung oder Kunstverständnis, Sprachunterricht oder Gartengestaltung, das Angebot im Bereich der Allgemeinen Weiterbildung ist riesig und bietet immer neue Herausforderungen.

Berufliche Weiterbildung

Optimaler Weise bildet sich jeder Arbeitnehmer stetig weiter, schließlich gibt es in jedem Bereich immer wieder neues Wissen, das altes ergänzt oder ersetzt. Die berufliche Weiterbildung ist also im Prinzip ein Muss. Sie kann in Form einer Fortbildung, Umschulung oder Zusatzqualifikation erfolgen, beispielsweise aber auch in Form einer berufsbegleitenden oder einer autodidaktischen Weiterbildung.

Berufsbegleitende Weiterbildungen haben das Ziel, dem Weiterbildungs-Teilnehmer entweder eine noch fehlende Qualifikation zu verschaffen oder ihm mit einer Zusatzqualifikation zu neuen Aufgaben und Verantwortungsbereichen zu verhelfen. Trotz dieser relativ scharf umrissenen Ziele ist das Feld der beruflichen Weiterbildungen ein großes, was der Vielfalt der Berufe geschuldet ist, die wir in Deutschland haben. Am häufigsten finden sich berufliche Weiterbildungsmaßnahmen in Bereichen wie Management, Marketing, Controlling, Büroorganisation oder kaufmännische Grundbildung.

Bildung

Bildung ©iStockphoto/SIphotography

Politische Weiterbildung

Politische Bildung und Weiterbildung ist im Sinne unserer Staatsform, in einer Demokratie sollten die herrschenden Elemente schließlich schon im Groben wissen, was sie tun und warum sie sich so entscheiden. In Deutschland hat das Thema allerdings besondere Brisanz: Lange wurde politische Bildung instrumentalisiert, sie diente Nationalsozialisten wie DDR-Regime zur Festigung ihrer Macht. Die heutige politische Weiterbildung liegt vor allem in den Händen der Bundeszentrale und Landeszentralen für politische Bildung, die im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland politische Bildungsarbeit betreiben.

Wissenschaftliche Weiterbildung

Die wissenschaftliche Weiterbildung ist es, die Forscher zu Höchstleistungen bringt: Wer wissenschaftlich tätig ist, ist praktisch gezwungen sich stetig weiterzubilden, will er nicht den Anschluss an den internationalen Forschungsstand verlieren. Die wissenschaftliche Weiterbildung umfasst dabei zum einen die fachliche Weiterbildung, bei der sich der Wissenschaftler zu einem bestimmten Thema weiterbildet. Zum anderen versteht man darunter aber auch, dass sich ein Bachelor zum Master weiterbildet, zum Doktor oder gar zum Professor.

Informelle Weiterbildung

Eine informelle Weiterbildung bedeutet in erster Linie, dass sich außerhalb von formellen Bildungseinrichtungen wie etwa Schulen weitergebildet wird. Man könnte auch sagen: Eine informelle Weiterbildung ist ein Lernen in Lebenszusammenhängen. Ein Beispiel: Herr X erhält die Nachricht seines Arztes, er sei von der Krankheit Y betroffen, einer sehr schweren Erkrankung. Herr X wird nun versuchen herauszufinden, was das für eine Krankheit ist und was er tun kann, damit er schnellstmöglich gesund wird. Viele Menschen werden aufgrund jahrelanger Beschäftigung mit ihrem Krankheitsbild zu regelrechten Experten, die verstehen, was ihre Werte bedeuten und was Ärzte meinen – dank informeller Weiterbildung.